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Anforderungen an die Umwandlung einer LAPL-Lizenz in eine PPL-Lizenz

20.08.18 (Luftrecht Allgemein)

Immer wieder tritt die Frage auf, wie viel Aufwand es ist, eine Leicht Flugzeug-Pilotenlizenz / (LAPL-Lizenz) in eine vollwertige Privatpilotenlizenz (PPL) umzuwandeln.

Die Frage ist relativ einfach.

Die Rechtsgrundlage ergibt sich aus der Verordnung (EU) Nr. 1178/2011 der Kommission vom 3.11.2011, FCL. 210. A., b)

Danach gibt es besondere Anforderungen an Bewerber, die Inhaber einer LAPL (A) sind. Diese müssen mindestens 15 Flugstunden auf Flugzeugen absolviert haben, von diesen 15 Flugstunden dürfen 10 Flugstunden Flugausbildung sein, die in einem Ausbildungslehrgang bei einer ATO absolviert wurden.

Diese Ausbildungslehrgang muss mindestens10 Stunden, davon 4 Stunden überwachten Alleinflug umfassen, davon mindestens 2 Stunden Allein-Überlandflug mit mindestens einem Überlandflug von mindestens 270 km (150 NM) Strecke und 2 vollständig abgeschlossenen Landungen auf anderen Flugplätzen als dem Startflugplatz.

In praktischer Hinsicht sollte der Ausbildungsleiter der ATO dafür Sorge tragen, dass der Bewerber eine aktuelle Prüfungsreife erlangt. Gerade Piloten, die noch die alte nationale Lizenz erworben haben, haben oftmals nicht die Kenntnisse des aktuellen Luftrechts. Auch das Fach „Human Factors“ gab es früher nicht. Bei Piloten, die originär einen LAPL erworben haben, sollte ein Schwergewicht darin liegen, dass Wissen zu vertiefen, insbesondere Funknavigation und das Fliegen unterschiedlicher Luftfahrzeuge.  Weil der LAPL regelmäßig nur zum Fliegen eines Flugzeug-Typs berechtigt, war es oftmals nicht Gegenstand der Ausbildung, was notwendig ist, wenn man sich mit einem neuen Flugzeugtyp vertraut machen möchte.

Also:

Einfach zu einer zugelassenen ATO gehen, 6 Stunden mit Fluglehrer einmal alle Übungen, die auch in der Prüfung gefordert werden durchgehen, bis alles „sitzt“, dann noch 4 Stunden Alleinflug mit Flugauftrag des Fluglehrers absolvieren, gegebenenfalls noch einmal 2 Theoriestunden Luftrecht buchen und danach einen Prüfungsflug mit einem PPL-Prüfer.

Mitgeteilt von Stefan Hinners, Ausbildungsleiter von Canair Flight Training, Hamburg

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